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erstellt am: 26.07.2017

Alternative zur „Versteifungsoperation“: die dynamische Stabilisierung

Was ist die dynamische Stabilisierung?

Der Begriff dynamische Stabilisierung leitet sich ab aus der Abgrenzung zur Versteifungsoperation (Spondylodese, Fusion) bei der zwei oder mehrere benachbarte Wirbel miteinander knöchern verbunden oder versteift werden. In der Regel wird dies durch Implantation eines Schrauben-Stab Systems erreicht. Bei der dynamischen Stabilisierung werden auch auf Basis eines Pedikelschraubensystems Wirbel stabilisiert, wobei die Beweglichkeit durch eine teilbewegliche Stange einschränkend erhalten bleibt.

Implantat zur Versteifung

Entwicklung der dynamischen Stabilisierungen

Noch vor 10 Jahren war die Versteifungsoperation der Goldstandard bei der Behandlung von Instabilitäten der Wirbelsäule. Seit einigen Jahren jedoch versucht man bestimmte Krankheitsbilder im Rahmen der Wirbelsäulendegeneration bewegungserhaltend zu operieren. Zu den bewegungserhaltenden Operationsverfahren zählen z. B. die Implantation einer Bandscheibenprothese bei isolierter Degeneration der Bandscheibe oder die sog. Dorsal-dynamische Stabilisierung oder dynamische Instrumentierung.

Dynamischer Stab

 

Versteifungsoperation versus Dynamische Stabilisierung

Bei der Spondylodese (Versteifungsoperation, Fusion) von degenerativen Instabilitäten werden zwei oder mehrere benachbarte Wirbel nach Wiederherstellung einer bestmöglichen Lage zueinander (Reposition), knöchern miteinander verschmolzen. Ziel ist es, nervenschädigende Bewegungen zu eliminieren, komprimierte Nervenstrukturen zu entlasten und einen optimalen Schutz und Raum von Rückenmark und Nervenwurzeln zu gewährleisten.

Die dorsal-dynamische Instrumentierung kann bei bestimmten Krankheitsbildern eine Alternative zur Versteifung darstellen. Die dorsal dynamische Instrumentierung korrigiert Überbeweglichkeiten, sie stabilisiert das lockere Bewegungssegment und entlastet somit die Bandscheibe und Facettengelenke ohne die Beweglichkeit des Segmentes ganz aufzuheben. Des Weiteren kann man mittels dynamischer Instrumentierung Instabilitäten stabilisieren, die durch eine umfangreiche knöcherne Dekompression (Laminektomie) hervorgerufen wurden.

Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass man mittels dynamischer Stabilisierung auch positive Effekte auf die Degeneration der Bandscheiben haben kann, indem man diese durch die Instrumentierung entlastet. Eine der wichtigsten Komplikationen einer Spondylodese stellt nach Versteifung eines oder mehrerer Segmente die vergrößerte Beweglichkeit des nicht-operierten Nachbarsegmentes dar, die zu einer Beschleunigung der Degeneration in diesem Segment führt. Das Risiko einer Anschlussinstabilität soll durch eine dynamische Stabilisierung erheblich verringert werden.

Expertise in der funktionserhaltenden Stabilisierung der Wirbelsäulendegeneration

PD Dr Ralf Rothörl, Direktor der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am ISAR Klinikum, beschäftigt sich seit 2005 mit Systemen zur dynamischen Stabilisierung. Er implantiert derzeit jährlich mehr als 50 Systeme zur dynamischen Stabilisierung über einen minimal invasiven Zugang.

Sollten Sie Fragen haben inwieweit eine alternative zur Versteifungsoperation bei Ihnen möglich ist vereinbaren Sie eine Termin bei PD Dr. Rothörl unter 089-189 174 700 oder unter

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