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erstellt am: 11.01.2018

Gemeinsam Durchstarten am ISAR Klinikum

Bereits vor zehn Jahren hat Ramadan Miftari seine Pflege-Ausbildung im Kosovo abgeschlossen. In diesem Beruf hat er aus persönlichen Gründen lange nicht gearbeitet. Seit Juli 2017 ist er auf der Station ISAR 3 des ISAR Klinikums als Pflegekraft angestellt. Hier erzählt er, wie das ISAR Klinikum ihn ermutigt hat, seinen Beruf wieder auszuüben.

Sie waren einige Zeit nicht in der Pflege tätig: Wie hat das ISAR Klinikum Sie dabei unterstützt, wieder in Ihren früheren Beruf zurückzukehren?

Miftari: Anne Diedrich, die für mich zuständige Personalreferentin, glaubt an mich. Das ist für mich das Allerwichtigste. Auch die Kollegen waren von Anfang an sehr hilfsbereit und haben mich toll aufgenommen.

Diedrich: Wir haben zusammen einen Plan entwickelt: Erst einmal hat Herr Miftari als Praktikant bei uns „reingeschnuppert“, um zu sehen, ob er es sich vorstellen kann, wieder in seinem erlernten Beruf zu arbeiten. Schon im ersten Gespräch haben wir aber sein Potential gesehen. Deshalb hatte ich ihm folgende Perspektive in Aussicht gestellt: Wenn er innerhalb von eineinhalb Wochen Praktikum zeigen kann, dass er auch nach zehn Jahren außerhalb seines Berufs noch das notwendige Fachwissen hat, können wir das Praktikum vorzeitig beenden und er bekommt direkt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Und das hat er geschafft. Um ihn weiter zu unterstützen, ermöglichten wir ihm eine Einarbeitungszeit von drei Monaten, also zwei Monate mehr als üblich, damit er sich langsam wieder in den Beruf eingewöhnen konnte. Eins ist jetzt schon klar: Wenn er weiterhin so engagiert ist, sind ihm bei uns keine Grenzen gesetzt.

Was heißt „keine Grenzen“, Frau Diedrich?

Diedrich: Nach der Einarbeitung wollen wir gemeinsam richtig durchstarten. Beispielsweise könnte er nach einem Jahr auf der Station ISAR 3 auch in die Pettenkofer Station, unsere Privatstation, wechseln, wo er unsere 13 Fachbereiche betreuen kann, anstatt nur zwei. Auch sind wir gerade dabei, hier seine vierjährige Ausbildung im Kosovo anerkennen zu lassen. „Keine Grenzen“ heißt also, ihn und seine Stärken zu fördern.

Herr Miftari, war es schwer nach so vielen Jahren wieder in den Beruf zurückzufinden?

Miftari: Am Anfang hatte ich ein paar sprachliche Probleme, vor allem was Fachbegriffe anging – aber das wird von Tag zu Tag besser. Fachlich komme ich jedoch sehr gut zurecht. Seit meiner Ausbildung vor zehn Jahren im Kosovo hat sich zwar einiges in der Pflege getan, der Grundstock ist aber immer noch der gleiche. Auch meine Kollegen unterstützen mich wirklich sehr und es passt einfach von der menschlichen Seite her. Ich fühle mich schon so wohl, als wäre ich zehn Jahre hier (lacht).

Aber es waren sicherlich ein paar Dinge komplett neu für Sie, oder?

Miftari: Ja, die elektronische Patientenakte. So etwas kannte ich noch nicht und ich habe mir deshalb anfangs etwas Sorgen gemacht. Aber ich komme gut damit zurecht. Man spart sich viel Zeit und Schreibarbeit.

Und wie sieht die Einarbeitung nun konkret aus Frau Diedrich?

Diedrich: Die Praxisanleiter, mit denen Herr Miftari tagtäglich zusammenarbeitet, leiten ihn in der speziellen Pflege an und erklären ihm den Zusammenhang. Nach einem Monat hat er schon zwei Patienten selbständig betreut und konnte sich bei allen Rückfragen an seine Kollegen wenden. Somit konnte Herr Miftari sich auch in der Dienstzeit mit den Krankheitsbildern näher auseinander setzen. Im zweiten Monat wurden ihm mehr Patienten zugeteilt und nun führt er seinen Bereich mit Unterstützung selbst.

Ist es üblich, eine Pflegekraft so individuell zu fördern?

Diedrich: Das ist sicher kein Standard. Es ist kein Geheimnis, dass alle Krankenhäuser aufgrund des Pflegenotstandes gute Fachleute werben möchten. Personalentwicklung und individuelle Förderung der Mitarbeiter werden für alle Unternehmen immer wichtiger. Gleichzeitig versuchen wir mit gezielten Entwicklungsmaßnahmen das Personal langfristig an uns zu binden und dessen Zufriedenheit zu erhöhen.

Wie erkennen Sie denn die „guten Leute“?

Diedrich: Das ist schwer in Worte zu fassen. Herr Miftari war uns direkt sympathisch durch seine offene Art, seinen Willen und Ehrgeiz. Er hat uns damals auch gezeigt, dass er ein verlässlicher Mitarbeiter werden kann, viel lernen möchte und gewillt ist, mit viel Einsatzfreude für das Unternehmen zu arbeiten.

Miftari: Ich habe dann direkt alle anderen Bewerbungsgespräche abgesagt und die Chance am ISAR Klinikum genutzt. Ich kam hierher und habe mich direkt wohl gefühlt.

Diedrich: Das hat mich auch beeindruckt! Bei ihm ist so eine Entschlossenheit zu spüren. Ich denke, wenn ein Mensch etwas wirklich will, dann gibt er sein Bestes. Wenn wir diesen Willen erkennen, dann wissen wir: mit diesem Menschen können wir arbeiten und gemeinsam Perspektiven entwickeln!

Wo sehen Sie sich in zwei Jahren?

Miftari: Ich sehe mich dann definitiv noch hier. Die Klinik kann auf mich zählen, ich will mich voll reinhängen. Mit Frau Diedrich habe ich auch bereits über interne Fortbildungen gesprochen.

Diedrich: Ich sehe ihn in zwei Jahren auf der Station Pettenkofer 1 – unserer Privatstation. Dort herrscht nie Stillstand und man kann immer etwas dazu lernen.

Miftari: Absolut, ich bin nicht der Typ, der sich ausruht.

Herr Miftari, am liebsten arbeiten Sie dort, wo es auch etwas stressiger zugeht. Zum Beispiel in der Notaufnahme. Ist es ein Problem für Sie, dass das ISAR Klinikum keine Notaufnahme hat?

Miftari: Nein, das ist kein Problem. Auf der Pettenkofer werde ich alle Fachbereiche betreuen. Das ist sehr abwechslungsreich und ich kann noch viel dazu lernen.

Diedrich: Wir haben einige Perspektiven, zum Beispiel die Intensivstation. Wenn er mehr erreichen will, dann gehen wir diesen Weg gemeinsam.

 

Wenn auch Sie Ihre Zukunft am ISAR Klinikum sehen, informieren Sie sich gerne über offene Stellen oder bewerben Sie sich initiativ über unser Karriere-Portal.

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