Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
Filter by Categories
Uncategorized
erstellt am: 18.08.2016

Fleischlose Ernährung: ist der Verzicht auf Fleisch tatsächlich gesünder?

Der Trend hin zur fleischlosen Ernährung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. An jeder Straßenecke findet sich ein vegetarisches Restaurant und in jedem Kochbuch gibt es eine eigene Sparte mit vielfältigen fleischlosen Gerichten. Dennoch dürfen die Fleischliebhaber aufatmen: gesunde Ernährung muss nicht immer vegetarisch sein. Der Schlüssel ist der dosierte Verzehr.

Grundsätzlich ist ein übermäßiger Konsum von bestimmten Lebensmitteln immer ungesund. Dieses einfache Prinzip lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Der Mensch als Neandertaler ernährte sich hauptsächlich von Getreiden oder Gemüse. Fleisch gab es nur selten, nach erfolgreicher Jagd. Unser Körper heute ist dem des Neandertalers immer noch sehr ähnlich, sprich auch wir brauchen ballaststoffreiche Kohlenhydrate, wenig Fleisch und vor allem kaum Zucker, um uns gesund zu ernähren. Ganz ohne Fleisch oder tierische Produkte wie Milch gerät der Körper jedoch leicht in Mangelzustände – z.B. an Jod, Vitamin B12, Vitamin D.

Der Verzicht auf Fleisch oder gar auf alle tierischen Produkte ist demnach nicht der allgemeine Weg zur gesunden Ernährung. Wer sich für die vegetarische Lebensweise entscheidet, sollte darauf aufpassen, das Hungergefühl, das durch den Verzicht auf sättigendes Fett und Proteine entsteht, nicht mit kohlenhydratreicher Nahrung zu stillen. Der übermäßige Verzehr von Kohlenhydraten ist höchst ungesund und das Risiko einer Fettleber oder der Zuckerkrankheit steigt. Wenn man jedoch darauf achtet, sich trotz des Verzichts auf Fleisch ausgewogen zu ernähren, ist die vegetarische Lebensweise auf Dauer eine sehr gesunde Lösung. Tatsächlich liegt die Gefahr von Übergewicht, Zuckerkrankheit oder Gefäßerkrankungen bei Vegetariern niedriger.

Für alle, denen der gänzliche Verzicht auf Fleisch zu viel abverlangt, gibt es noch andere Lösungen um gesund alt zu werden. Entscheidend sind Qualität und Quantität. „Besonders ungesund ist sehr fettreiches, rotes Fleisch“, so PD Dr. med. Seidl, Direktor der Gastroenterologie am ISAR Klinikum. „Schlecht sind außerdem Produkte aus der Massentierhaltung oder Mischprodukte wie Wurst, da hier oftmals Konservierungsstoffe und Lebensmittelverstärker mit verarbeitet werden“. Statt täglich zu Wurst und Co. zu greifen, sollte man also stattdessen lieber einmal die Woche ein gutes Filet genießen.
Auch die Zubereitung und Art des Fleischs spielt eine Rolle, wenn es um das Vermeiden gesundheitlicher Risiken geht. Beispielsweise ist rotes Fleisch wie Kalb oder Rind ungesünder als etwa Hühnchen. Es beinhaltet mehr Cholesterin, was zu Gefäßerkrankungen führen kann und es gibt sogar Hinweise, dass es krebserregende Stoffe in sich trägt. Zudem ist die Zubereitung entscheidend. Durch das scharfe Anbraten von Fleisch in der Pfanne oder auf dem Grill werden chemische Schadstoffe freigesetzt, die durch das Hocherhitzen der Eiweiße entstehen.

Wenn man auf Zubereitung und Qualität achtet, kann demnach auch die Ernährung mit Fleisch gesund sein. Ob vegetarisch oder nicht, der Schlüssel zum Alter und zu einer gesunden Lebensweise ist der dosierte Verzehr und eine ausgewogene Ernährung.

Pressekontakt
Ulrike Haeser
Sonnenstraße 24-26
80331 München
Tel.: +49 (179) 4954590
E-Mail:

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar

wpDiscuz

Weitere Beiträge