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DIAGNOSE

UND
BEHANDLUNG

Roboterassistierte Chirurgie

Roboterassistierte Chirurgie

 Bei der roboterassistierten oder robotischen Operation werden die Instrumente, die über ein Schlüsselloch in den Körper eingebracht werden, durch eine Maschine bewegt. Dabei werden die Handbewegungen des Operateurs auf die Instrumente im Körperinneren umgesetzt. Der „Roboter“ an sich operiert dabei nicht selbständig, sondern funktioniert nur als übertragende Kraft auf die Instrumente. Man kann diese Art zu operieren mit dem Führen einer Marionette vergleichen. Aus diesem Grund spricht man hier von einer roboterassistierten Operation.

Die Vorteile dieser Operationsmethode liegen vor Allem in der freien Beweglichkeit der Instrumente im Körperinneren. Es können hier tatsächlich Freiheitsgrade einer menschlichen Hand nachgemacht werden, d. h. die Instrumente können im Körperinneren rotiert, abgewinkelt und gespreizt werden, wie tatsächlich die Finger einer Hand. Ein weiterer Vorteil ist die dreidimensionale Sicht. Diese erlaubt es auch, sehr feine Strukturen mit bis zu 10-facher Vergrößerung zu erkennen und zwar so, als ob man im Körperinneren des Patienten sitzen würde. Auf diese Weise können auch sehr feine Strukturen, wie z.B. Erektionsnerven erkannt und fein präpariert werden. Ein weiterer Vorteil ist die eingebaute Tremorkontrolle, die ein Zittern der Instrumente im Körperinneren bei der Präparation verhindert. Letztendlich auch ein Vorteil ist die bequeme Sitzhaltung des Operateurs, der nicht steril am Tisch steht, sondern neben dem Operationstisch an einer Konsole die Instrumente steuert.

Die roboterassistierte Chirurgie kommt überall dort zur Anwendung, wo im Körperinneren feine Strukturen präpariert werden müssen oder Gewebe über eine Naht miteinander verbunden werden. Im urologischen Bereich ist dies vor Allem bei der radikalen Prostataentfernung bei Prostatakrebs, bei der Teilresektion von Nierentumoren oder auch bei der radikalen Entfernung der Harnblase der Fall.

Weitere Operationen sind auch die operative Therapie der Harnleiterabgangsenge (Nierenbeckenplastik) und die Aufhängung der Blase bei einem Beckenbodenvorfall (Sakrokolpopexie).
Aufgrund der aktuell drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen sind Besuche von Patienten ab dem 20. Oktober 2020 leider vorerst nicht mehr möglich.