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Nierentumor

Nicht alle Nierentumore sind bösartig. Durch Dichtebestimmung im Computertomogramm und durch MRT-Kriterien können z.B. gutartige Angiomyolipome mit sehr guter Sicherheit von Adenocarcinomen (Hypernephromen) unterschieden werden. 4/5 aller Nierentumore sind hypernephroide Nierencarcinome. Der häufigste Nierentumor im Kindesalter sind die sogenannten Wilms-Tumoren.

Nachdem bereits sehr kleine Adenocarcinome (Hypernephrome) metastasieren können (bei einem Durchmesser von 1 cm und sogar darunter), muss in jedem Fall über die Dignität eines kleinen Nierentumors Klarheit geschaffen werden. Wenn die bildgebenden Verfahren bei der Differenzierung versagen, bleibt nur die Feinnadelbiopsie oder die Freilegung der Niere.

Bei sehr alten oder bei Risiko-Patienten muss zwischen Operation und beobachtendes Abwarten abgewogen werden („wait and see“).
Organerhaltende Tumorchirurgie an der Niere

Kleine Nierentumore (Carcinome), d.h. Tumoren mit einem Durchmesser bis zu 6 cm oder kleine Mehrfachtumore können roboterassistiert minimalinvasiv reseziert werden. Diese Entwicklung erleichtert auch die Freilegung der Niere auf minimalinvasivem Weg dann, wenn die Frage, ob der Tumor gutartig oder bösartig ist alleine mit bildgebenden Verfahren oder mit einer Feinnadelbiopsie nicht entschieden werden kann.

Bei sehr kleinen Tumoren ist auch die Radiofrequenz-Ablation eine Therapieoption.
Komplexe, große Nierenkarzinome

Bei komplexer Tumorerkrankung kann bei solchen Fällen, bei denen die Nierenentfernung zur Dialysepflicht führen würde, eine organerhaltende offene Tumorresektion erwogen werden. Diese wird in Unterkühlungstechnik vorgenommen, um bei der lang andauernden organerhaltenden Chirurgie die Funktionsfähigkeit der Niere durch Sauerstoffmangel nicht zu gefährden. Die Unterkühlungstechnik kann als Oberflächenunterkühlung, d.h. Einpacken der Niere in crashed Eis oder in Perfusionsunterkühlung in Kombination mit Oberflächenunterkühlung durchgeführt werden. Bei der Perfusionsunterkühlung wird die Nierenarterie mit einem Katheter kanüliert und Kühlflüssigkeit mit einer Temperatur von ca. 10-11°C wird in die Niere infundiert. Weitere Nierenschutzmaßnahmen bei der organerhaltenden Tumorchirurgie sind die präoperative Kochsalzbelastung (SCHILLING).
Neue Operationstechnik

Bei Beachtung der Gefäßarchitektur der Niere kann durch Vorgehen entlang des Gefäßbaumes die Unterbrechung der Nierendurchblutung vermieden werden.
Aufgrund der aktuell drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen sind Besuche von Patienten ab dem 20. Oktober 2020 leider vorerst nicht mehr möglich.