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Nieren- und Harnleiterstein

Nieren- und Harnleiterstein

ESWL, PCN, Mini PCN, URS

Nierensteine sind kristalline Partikel, die sich am Übergang des Nierengewebes zum Nierenbecken bilden. Sie können von Sandkorngröße bis zur völligen Ausfüllung des Nierenbeckens (Ausgussstein) reichen. Klemmt sich ein kleiner Nierenstein in den Harnleiterabgang ein, dann spricht man von einem Ventilstein, tritt er in den Harnleiter ein, dann wird er als Harnleiterstein bezeichnet.

Ventilstein oder Harnleiterstein können zur schweren Harnstauung mit oder ohne Koliken führen. Kommt eine Harnwegsinfektion hinzu, dann befindet sich der Patient in einer lebensbedrohlichen Lage, es droht die Urosepsis. Sofortiges Handeln ist gefordert. Die gestaute Niere muss entstaut werden.

Verschiedene Steinarten werden unterschieden:

Kalziumoxalatstein, Struvitstein (Kalziumphosphat), Harnsäurestein, Uratstein, Cystinstein.

Nur der Harnsäurestein lässt sich durch Alkalisieren des Urins auflösen.

Für die Vermeidung neuer Steinbildungen ist die Steinanalyse und Untersuchung der Stoffwechsellage (Blutanalyse, 24-Stunden-Urinanalyse) wichtig.
Entfernung der Steine

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL), Ureterorenoskopie (URS), percutane Entsteinung (PCN).

In den letzten 30 Jahren war die ESWL die führende Maßnahme, ggf. in Kombination mit der PCN. Die Steine wurden zertrümmert. Nachteil: Die lange Zeit bis alle Steintrümmer abgegangen sind. Häufig warnen diese Patienten lange krank.

Seit etwa acht Jahren hat deshalb ein Strategiewechsel stattgefunden:

Die Entwicklung feinster, flexibler Endoskopie sowie feiner Laser-Lithotriptoren, die direkt auf den Stein aufgesetzt werden können, führen zum Behandlungsziel, den Stein in einer Sitzung komplett zu entfernen. Damit wird die Krankheitszeit drastisch verkürzt.

Neu ist auch die Entwicklung von Mini-Nephroskopen mit besonderen Strömungseigenschaften (D. Schilling et al). Diese erlauben die percutane Ausräumung sehr großer Steine über ein winziges Bohrloch (Mini-PCN).
Aufgrund der aktuell drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen sind Besuche von Patienten ab dem 20. Oktober 2020 leider vorerst nicht mehr möglich.