bestmögliche
diagnose

und
behandlung

Bauchwandbrüche (Hernien)

Leistenbruch

Ein Leistenbruch (Leistenhernie) ist eine angeborene oder erworbene Aussackung von Bauchfell bzw. Bauchinhalt (z.B. Darm) durch den Leistenkanal hindurch oder direkt zur Leistenhaut. Im Erwachsenenalter kann neben einer Veranlagung im Sinne einer Bauchwandschwäche oder eines zu weiten Leistenkanals, eine Erhöhung des Bauchinnendrucks, zum Beispiel durch körperliche Schwerarbeit, chronisches Husten, starkes Pressen bei chronischer Verstopfung, die Bildung eines Bruches auslösen. Daneben treten Brüche oft auch bei Frauen in der Schwangerschaft auf. Leistenbrüche sollten bei Beschwerden oder Einklemmungsgefahr operativ versorgt werden.
Nabelbruch

Beim Erwachsenen sind Nabelhernien relativ häufig. Oft haben die Betroffenen keine Beschwerden und haben sich auch mit dem vorgewölbten Aussehen des Nabels arrangiert. Bei Nabelbrüchen mit kleiner Bruchpforte kann eine Einklemmung von Bauchorganen auftreten und erhebliche Beschwerden verursachen, bis hin zum Darmverschluss. Zur chirurgischen Versorgung von Nabelhernien existieren viele Techniken. Die Wahl der „richtigen“ OP-Technik ist von der Größe der Hernie, der Aktivität des Patienten, der allgemeine Gesundheitszustand u. a. abhängig.
Narbenbruch

Ein Narbenbruch entsteht durch ein langsames, im Verlauf zunehmendes Auseinanderweichen der initial genähten Bauchwandschichten nach Voroperationen am Bauch. Dies wird in bis zu 30% der Fälle nach vorangegangenen Bauchschnitten (Laparatomien) beobachtet. Es stehen eine Vielzahl von Techniken zum Bruchverschluss zur Verfügung, die bei entsprechender Indikation in minimalinvasiver Technik durchgeführt werden.