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Rückenmarksnahe Regionalanästhesie

Spinalanästhesie


Die Spinalanästhesie ermöglicht schmerzfreie Operationen unterhalb des Bauchnabels. Bei dieser Methode wird das Betäubungsmittel in den sogenannten Spinalraum (der mit Nervenflüssigkeit gefüllte Rückenmarksraum auf Höhe der Lendenwirbelsäule) verabreicht. Die dort verlaufenden schmerzleitenden Nervenfasern werden betäubt und damit die Schmerzempfindung im Operationsgebiet blockiert. Die Wirkung hält mindestens 60-180 Minuten an.

Vorgehensweise:
  • Sie sitzen auf dem OP-Tisch (gerade Unterlage): Hüft-, Knie- und Sprunggelenke stehen im rechten Winkel (Füße werden auf einem Hocker abgestellt)
  • Die Einstichstellstelle liegt zwischen dem 3. und 4. Lendenwirbelkörper. Dieser Bereich wird mit Desinfektionsmittel abgewaschen und steril abgedeckt
  • Anschließend erhalten Sie eine lokale Betäubung im Bereich der Einstichstelle
  • Eine dünne Kanüle wird in den Zwischenwirbelraum eingeführt
  • Nach Erreichen des Spinalraums (Nervenflüssigkeitsraum) wird eine bestimmte Menge Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) verabreicht
  • Die Kanüle wird komplett mit Führungskanüle entfernt
  • Die Einstichstelle wird mit einem sterilen Pflaster versorgt
  • Sie werden wieder auf den Rücken gelegt
  • Sie verspüren ein Wärmegefühl am Gesäß und in den Beinen und können diese Körperteile dann nicht mehr oder nur eingeschränkt bewegen
  • Sie sind komplett schmerzfrei, aber wach und ansprechbar. Bei Bedarf kann Ihnen aber auch ein Beruhigungs- oder Schlafmittel verabreicht werden, wodurch Sie schläfrig werden
  • Nach 2-3 Stunden lässt die Wirkung nach, Gefühl und Beweglichkeit kehren langsam zurück
Nebenwirkungen/Komplikationen

Die Spinalanästhesie ist ein sehr sicheres und weit verbreitetes Verfahren. Dennoch gibt es verschiedene, seltene und unerwünschte Nebenwirkungen. Möglich sind:
  • eine allergische Reaktion auf Lokalanästhetika,
  • Blutdruckabfall (meist nur gering und nicht behandlungsbedürftig)
  • stärkere Kopf- oder Rückenschmerzen
  • Harnverhalt
Direkte Rückenmarksverletzungen sind  weitestgehend ausgeschlossen, da das Rückenmark bei Erwachsenen oberhalb der Einstichstelle endet. Nervenläsionen oder Nervenkompression durch Einblutung können aber extrem selten zu einer dauerhaften Funktionsstörung des betroffenen Nerven bis hin zu einer Querschnittslähmung führen.

Nach einer Regionalanästhesie treten sehr selten Befindlichkeitsstörungen auf. Während der gesamten Operation und postoperativ im Aufwachraum werden Sie wie bei einer Vollnarkose kontinuierlich von Ihrem  Anästhesisten und von unserem Anästhesiepflegepersonal überwacht.



Vor der Operation werden Sie von uns in einem persönlichen Aufklärungsgespräch über mögliche Risiken aufgeklärt.

Kontraindikationen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Infektionen oder Tumoren in der Einstichstelle
  • niedriger Blutdruck oder Schock
  • angeborene schwere Herzfehler

Periduralanästhesie


Die Periduralanästhesie ermöglicht schmerzfreie Operationen am Oberkörper (Brustkorb und Lunge), große Baucheingriffe (Magen, Darm, Bauchschlagader, Gebärmutter), urologische Eingriffe (Prostata, Niere, etc.) sowie an den Beinen. Die Periduralanästhesie wird meist in Kombination mit einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt. Bei dieser Methode wird das Betäubungsmittel mit Hilfe eines sehr dünnen, flexiblen Kunststoffschlauchs (Periduralkatheter) an einer bestimmten Region in den Wirbelsäulenkanal verabreicht und hemmt dort die Nervenleitung. Aufgrund der vollständigen Schmerzfreiheit im Operationsgebiet ist Ihre Narkose sehr viel schonender und Sie fühlen sich nach der Operation schneller wieder fit.

Der Periduralkatheter  ermöglicht eine sehr effektive postoperative Schmerztherapie (Schmerztherapie). Sie sind dadurch nach einer Operation schmerzfrei, können mobilisiert werden und haben ein nachweislich verringertes Risiko für Komplikationen wie Lungenentzündung, Thrombosen, postoperativen Darmverschluss etc.

Vorgehensweise Periduralanästhesie:
  • Sie sitzen auf dem OP-Tisch (gerade Unterlage): Hüft-, Knie- und Sprunggelenke stehen im rechten Winkel (Füße werden auf einem Hocker abgestellt) und werden aufgefordert, einen „Katzenbuckel“ zu machen
  • Die Einstichstellstelle liegt zwischen zwei Wirbelkörpern der Brust- oder Lendenwirbelsäule. Dieser Bereich wird mit Desinfektionsmittel abgewaschen und steril abgedeckt
  • Anschließend erhalten Sie eine lokale Betäubung im Bereich der Einstichstelle
  • Eine spezielle Kanüle wird in den Zwischenwirbelraum eingeführt
  • Nach Erreichen des Periduralraums wird der Katheter eingeführt
  • Die Kanüle  wird entfernt und die Einstichstelle bzw. der eingeführte Katheter wird mit einem sterilen Pflaster versorgt
  • Sie werden wieder auf den Rücken gelegt
  • Nach der Operation wird eine Pumpe an den Katheter angeschlossen, über die kontinuierlich ein Schmerzmittel zugeführt wird
  • Bei Bedarf können Sie sich über einen Bolusgeber zusätzliche Dosen verabreichen
Nebenwirkungen/Komplikationen

Die Periduralanästhesie ist ein sehr sicheres und weit verbreitetes Verfahren. Seltene und unerwünschte Nebenwirkungen sind:
  • Allergische Reaktion auf Lokalanästhetika
  • Verletzung von Blutgefäßen oder Nerven mit neurologischen Symptomen
  • Blutdruckabfall (meist nur gering und nicht behandlungsbedürftig)
  • Infektion
  • Stärkere Kopf- oder Rückenschmerzen
Nervenläsionen oder Nervenkompression durch Einblutung sind extrem selten, können aber in seltensten Fällen zu einer dauerhaften Funktionsstörung des betroffenen Nerven bis hin zu einer Querschnittslähmung  führen. Nach einer Periduralanästhesie treten sehr selten Befindlichkeitsstörungen auf. Während der gesamten Operation und postoperativ im Aufwachraum werden Sie wie bei einer Vollnarkose kontinuierlich von Ihrem  Anästhesisten und von unserem Anästhesiepflegepersonal überwacht.

Vor der Operation werden Sie von uns in einem persönlichen Aufklärungsgespräch über die speziellen Risiken aufgeklärt.

Kontraindikationen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Infektionen oder Tumoren in der Einstichstelle
  • niedriger Blutdruck oder Schock
  • angeborene schwere Herzfehler